Leonard Peltier

In South Dakota ereigneten sich zwischen 1972 und 1976 ... zahlreiche Überfälle, Raube und sogenannte "Unfälle".
Chief Frank Fools Crow berichtete darüber:
"Offizielle Polizeistatistiken wiesen wesentlich weniger Übergriffe aus. Wir Oglalas wissen aber, dass viele Fälle niemals aufgeklärt [geschweige denn überhaupt untersucht] wurden. 1975 wurde pro Woche in Pine Ridge ein Mord verübt, so dass sich bis Mitte Oktober die Zahl der Getöteten auf 80 summierte."

Die von der US-Regierung inszinierte Gewalt (unter Rückendeckung von Stammesführer Dick Wilson) war gezielt auf die Zerschlagung des AIM, ihrer Sympathisanten sowie Familien gerichtet. Der selbe "Stammesführer" betrachtete den traditionell lebenden heiligen Mann Fools Crow als Feind! Großvater
Fools Crow sagte, dass Indianer wie Dick Wilson unsere (die indianische) traditionelle Kultur nicht mehr verstehen ... Der friedliebende Mann mußte im April 1975 folgendes erfahren: "... mein Leben ... wurde in aller Öffentlichkeit durch Wilson's Leute bedroht ... unser kleines Haus wurde überfallen und völlig niedergebrannt."
In dieser gewaltvollen Situation baten die traditionell lebenden Dakotas das AIM um Schutz.

Zu diesem Zeitpunkt, am 26. Juni 1975, fuhren zwei FBI-Agenten in das Pine Ridge Reservat, ohne vorherige Anmeldung und ohne Durchsuchungsbefehl.
(Einen Tag vor diesem Zwischenfall war Dick Wilson in Washington D.C., um Verhandlungen über den Verkauf von 1/8 des Lakota-Reservatslandes, ohne deren Zustimmung, zu führen.)
Eine Schießerei begann, in derem Verlauf die Agenten Coler und Williams, sowie ein Native American, Joe Stuntz, getötet wurden.

Von den vier, wegen des Mordes an den Agenten Angeklagten (niemand wurde für den Tod von Joe Stuntz verantwortlich gemacht) wurde einer mangels Beweisen freigelassen. Robideau und Butler wurden im Juli 1976 freigesprochen, nachdem die Geschworenen feststellten, dass sie in Notwehr geschossen hätten.
Leonard Peltier war der vierte Mann, der wegen des Verbrechens angeklagt wurde. Das geschah aber erst im folgenden Jahr, nachdem Leonard auf Grund einer falschen eidesstattlichen Erklärung von Kanada ausgeliefert wurde (Seitdem der US-Staatsanwalt zugab, dass diese Aussage konstruiert wurde, versucht die Kanadische Regierung Leonard wieder zurück zuholen.).
Das amerikanische Justizministerium hat zugegeben, nicht zu wissen, wer die beiden Agenten getötet hat. Trotzdem wurde der Native American Leonard Peltier zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt.

Leonard's Fall war Gegenstand zahlreicher Bücher, TV-Reportagen und Filmprojekte (der bekannteste ist der 60minütige TV-Streifen "Zwischenfall bei Oglala" von Robert Redford). 20 Millionen Bürger unterschiedlicher Länder, 60 US-Kongressmitglieder, 51 Mitglieder des Kanadischen Parlaments und die New Democratic Party of Canada, die National Association of Defense Lawyers (Nationale Anwaltskammer der USA), der Erzbischof von Canterbury und der Nobelpreisträger Bischof Desmond Tutu baten das "Weisse Haus" um die Wiederaufnahme des Verfahrens.

Leonard erhielt den Internationalen Menschenrechtspreis der Spanischen Menschenrechtskommission. Im Juli 1992 wurde er für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Senator Daniel Inouye und Kongressabgeordneter Don Edwards leiteten den Kampf für Leonard Peltier im Washingtoner Capitol.
(aus: Coverbook der CD "In the spirit of Crazy Horse - Songs for Leonard Peltier; Four Winds Trading Company, Boulder CO; USA)

Es ist eines Landes und eines Rechtssystems, das vorgibt eines der besten der Welt zu sein, mehr als unwürdig einen Menschen unter diesen Bedingungen zu inhaftieren. Auch Du kannst die Forderung nach Freilassung von Leonard Peltier aktiv unterstützen. Schicke die vorbereiteten e-mails mit einer Protestnote an:

Inhalt der Protestnote: den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
  Dear Mr. President,
I believe that Leonard Peltier did not recieve a fair trial
and I urge you to consider a commutation of
Mr. Peltier's sentence or a Presidential pardon.
I respectfully await your replay.
den Vize-Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
   

Die am 20. Januar 2001 von allen ersehnte Begnadigung Leonard Peltiers, wurde durch den aus seinem Amt scheidenden Präsidenten Clinton, erneut verhindert. Das LPDC hat zu verstärktem Kampf aufgerufen und unter anderem einen vorbereiteten Brief verschickt, der an den Senator von South Dakota
Mr. Daschle sowie an das Büro des ehemaligen Präsidenten gesandt werden kann. Den Mustertext könnt Ihr hier downloaden (daschle.doc oder daschle.pdf) und an untenstehende Adressen versenden.

schreibt an: BILL CLINTON

Office of the former President, Bill Clinton
Washington, DC 20503-0730
schreibt an: SENATOR DASCHLE

Senator Tom Daschle
2nd and C Sts., NE
SH-509
Washington, DC 20510

Danke für die Hilfe und Unterstützung!

Wollt Ihr Euch umfassend informieren, dann könnt Ihr hier eine umfangreiche Dokumentation unter dem Titel:

"Der Fall Leonard Peltier - Darstellung der Fakten" downloaden (doc-file, 44KB oder pdf-file, 28KB) oder Ihr besucht die
homepage des "Leonard Peltier Defense Committee".
Die neue LPDC-Broschüre steht jetzt zur Verfügung! Ihr könnt sie hier downloaden (doc-file, 460KB oder pdf-file, 167KB)
und möglichst weit verbreiten! (Achtung das Format entspricht leider nicht dem bei uns üblichen DIN A4 Standard)
new » » »  "Mein Leben ist mein Sonnentanz" eine Dokumentation von Claus Biegert, gesendet im BR am 15.11.2000


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